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Schneemänner als Trickfilmstars

     Pärtel Tall Die Möhre, Estland 2003

 

Was wäre der Winter ohne unsere kugelrunden, weißen Gesellen. Ruhig stehen sie in den Vorgärten und grüßen freundlich mit verbeulten Hüten und Kohleaugen.

 

Doch manchmal träumen sie auch davon, einmal im Leben den Sommer zu erleben. In dem deutschen Kultzeichenfilm von Hans Fischerkösen aus dem Jahr 1944 „überfrühlingt“ der sympathische, kalte Held im Kühlschrank, um am Ende glücklich auf einer blühenden Sommerwiese zu tollen. Ähnlich aber anders ergeht es seinem Artgenossen in der skurrilen Geschichte von Snowbody (Rasha El Sawiy, Dagmar Gebert, Kai Pannen, Sabrina Sarkodie-Gyan und Volker Sponholz, 2004) 

 

Aber Schneemänner leben zuweilen auch sehr gefährlich. In dem estnischen Knetanimationsfilm Die Möhre (Pärtel Tall, 2003) geht es äußerst rasant zu. Dem Schneemann gelingt es nur mit vielen lustigen Verwandlungskünsten, seine leckere Möhrennase vor einem hungrigen Hasen zu retten.

 

Dianne Jacksons Der Schneemann hingegen erzählt die Geschichte vom kleinen James, der sich in der Weihnachtsnacht mit seinem Schneemann auf eine Reise durch die Lüfte begibt und schließlich auf einem Tanzfest des Weihnachtsmanns mit vielen Schneemänner und -frauen wiederfindet. Der zauberhafte Zeichenfilm von 1982 ist in England ein Festtagsmuss wie bei uns Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.

 

Eine Stunde mit fünf bezaubernden, amüsanten Animationsfilmen rund um den „kalten Mann mit der roten Nase dran“. …und Schneemänner haben freien Eintritt!

 

Freitag, 30. Dezember 2011, 16 Uhr Kino Thalia Dresden

Kartenvorbestellung: Kino Thalia (Görlitzer Str. 6, 01099 Dresden) – 0351-6524703

 

 

 

   Adam Elliot Brother, Australien 1999 

 

Adam Elliot – Ein Filmabend mit Schokoladen-Bagel

 

Knete mit Erfolg: Die filmische Karriere des Australiers Adam Elliot, Regisseur von Mary & Max begann 1996 mit dem Kurzfilm Uncle – minimale Animation, minimale Kosten aber ein großartiges, komisches Porträt eines Losers. Zur Familientrilogie gesellen sich weitere liebenswerte Verwandte mit ganz besonderen Ticks: Cousin (1998) und Brother (1999).

 

Das 23-minütige Meisterwerk Harvie Krumpet (2003, Oscargekrönt) stellt den sympathischen, 1922 in Polen geborenen Harvek Milos Krumpetzki vor, der von Unglück zu Unglück schlittert und trotzdem vorwärtsschauend durchs Leben geht.

 

Ein ganz besonderer Abend mit allen vier Kurzfilmen (40 min) und Mary & Max.

 

Freitag, 30. Dezember 2011, 19 Uhr Kino Thalia Dresden

Kartenvorbestellung: Kino Thalia (Görlitzer Str. 6, 01099 Dresden) – 0351-6524703

 

Info: Adam Elliot Pictures 

 

 

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